Ambulante Pflege – Landflucht verschärft den Pflegenotstand

Die Tendenz zeichnet sich schon seit vielen Jahren ab. Junge Menschen wandern aus ländlichen Gebieten ab in die Stadt. Hier sind die beruflichen Chancen besser, die  Lebensqualität scheint höher. Doch was bedeutet das für die alternde und zukünftig pflegebedürftige Landbevölkerung? Zahlen belegen, dass bereits 30 % der jungen Erwachsenen mittlerweile mehr als 100 km von ihren Eltern entfernt leben. Laut Statistik liegt der Anteil der pflegenden Familienangehörigen 2018 bei immerhin 51,7 %, die entweder alleine oder mit Unterstützung von Pflegediensten ihre Angehörigen pflegen. Dieser relativ hohe Anteil entschärft den dramatischen Fachkräftemangel aktuell deutlich. Wenn auch nur ein Teil dieser Angehörigen nicht mehr im Umfeld leben und der zu Pflegende auf fremde Hilfe angewiesen ist, zeigt sich die volle Tragweite des bestehenden Fachkräftemangels.

Schreitet die Entwicklung voran, wird vermutlich 2060 jeder Dritte älter als 65 Jahre sein.
Das bedeutet, dass immer weniger Junge immer mehr Alte pflegen müssen.
Es entsteht eine echte Notsituation, die es schnell zu beheben gilt.

Quelle: www.destatis.de