UKSH will nach Zerwürfnis mit Verdi jetzt Einigung mit Personalräten

Nach dem Scheitern von Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi über eine Entlastung der Pflegekräfte strebt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein eine Verständigung mit den Personalräten an.

Das Klinikum habe die nichtwissenschaftlichen Personalräte für diesen Montag eingeladen, um gemeinsam mit dem Vorstand und den Vertretern der Landesregierung im Aufsichtsrat zu sprechen, teilte UKSH-Sprecher Oliver Grieve am Freitag mit.

«Wir möchten im Rahmen des uns tarifrechtlich Gestatteten eine Vereinbarung erreichen, die unser alle Wertschätzung für die Pflegearbeit, gute Arbeitsbedingungen und hohe Versorgungssicherheitf ür die Patientinnen und Patienten im Blick hat.»

Einen eigenen Tarifvertrag, wie Verdi es gefordert habe, könne das Klinikum nicht abschließen. «Schleswig-Holstein bekennt sich zum Flächentarifvertrag. Wir wollen weiter mit den Personalvertretungen an einer konstruktiven Lösung arbeiten.»

Verdi hatte die Verhandlungen über einen Tarifvertrag zur Entlastung der Pflegekräfte durch mehr Personal am Donnerstag für gescheitert erklärt. Damit droht ein unbefristeter Streik. Verdi will seine Mitglieder in einer Urabstimmung darüber entscheiden lassen.

Die Gewerkschaft hatte am Montag und Dienstag mit Warnstreiks ihre Forderungen untermauert. Verdi verlangt deutlich mehr Pflegepersonal. Die Beschäftigten seien völlig überlastet. Das Klinikum bot bisher an, 182 Mitarbeiter mehr einzustellen. Aus Verdi-Sicht werden aber 420 Mitarbeiter mehr benötigt, um eine angemessene Pflege zu gewährleisten. Laut UKSH sind im Klinikum insgesamt rund 3.300 Pflegekräfte beschäftigt.

Quelle: dpa