400.000 Euro Schmerzensgeld für Opfer nach Verkehrsunfall

Nach einem Verkehrsunfall hat das Landgerichtim pfälzischen Frankenthal dem Opfer ein Schmerzensgeld von 400.000 Euro zugesprochen. «Die Kammer sprach sich für ein für die Verhältnisse in Deutschland auffallend hohes Schmerzensgeld aus und begründete dies mit den außergewöhnlich schweren Unfallfolgen für den Verletzten», teilte ein Justizsprecher am Donnerstag mit. Das Urteilist noch nicht rechtskräftig (Az. 4 O 494/15).

Der Kläger war demnach als Beifahrer im Auto eines Mannes unterwegs,der mit einem Blutalkoholgehalt von 1,1 Promille nachts mit seinem Wagen von der Straße abkam. Die Verletzungen des Klägers waren so schwer, dass sie zu einer Querschnittslähmung führten. Nach der Vernehmung von Zeugen habe nicht nachgewiesen werden können, dass der Beifahrer wusste, dass der Fahrer betrunken war, hieß es. Das Opfer leide auch psychisch erheblich unter den Folgen und lebe in einem Pflegeheim.

Das Gericht halte daher ein Schmerzensgeld in der genannten Höhe für angemessen.

Quelle: dpa